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Performativität- 1. + 2. + 3. Sitzung

Theorien der Performanz

19.10.2006 - 1. Sitzung

Zum Performativen: "Performanz" und "perfomativ" werden oft synonym verwenden, sind es aber nicht. Die (Wieder)Entdeckung der Sprache als Handlung. Kommt schon im Dialog Kratylos von Aristoteles(?) vor. Vorherige Position will eine Trennung zwischen Sprechen und Welt.

Bei Chomsky ist die Performanz die individuelle Sprachverwendung, wohingegegen die Kompetenz die Sprachfähigkeit ist.

Searl: speech-acts. Weiterntwicklung von Austin

Theorien des Performativen machen sich an zwei Lesarten von Austin auf:

1. Austin rekonstruiert die Theorie der Sprechakte. (So auch A. Übersetzerin)

2. Austin macht selbr etwas Perfomatives. Frage dabei: Was macht er da?


26.10.2006 - 2. Sitzung

Performativität kommt in der Sprachphilosophie vor, aber auch in der Moraphilosophie mit performativen Selbstwidersprüchen.

Austin gilt als Begründer des linguistic turn (sprachanalytische Philosophie). Es wird sich weniger mit "Inhalt" als mit dem Medium beschäftigt. Von der Ontologie wird sich nun mit Sprache beschäftigt. Angelehnt ist diese "Wende" an die kopernikanische Wende von Kant (Kritik der reinen Vernunpf 1781). Den Begriff linguistic turn hat Richard Rorty bekannt gemacht.

Es geht um den Zusammenhang von Erkenntnis und Sprechen. Sprache ist für die Erkenntnis und Wissen nichts Äußerliches. Sprachanalytische Philosphie ist eine bestimmte Methode für den Umgang mit Problemen.

Paradigmen der Philosophie:

1. Ontologie. Die Frage nach dem Sein. - Antike bis Mittelalter.

2. Mentalismus (Erkenntnisphilosophie). Erkenntnisbedingungen des Sein. Wie können wir das Sein erkennen, wie ist es uns gegeben und können wir es er überhaupt erkennen? Descartes: "cogito ergo sum" (ich denke also bin ich) Kant: Unser Erkennen bestimmt das was wir als Sein wahrnehmen. Durch unseren Erkenntnisapparat können wir das Ding-an-sich nicht erkennen. - Neuzeit.

3. Sprachphilosophie. Die Erkenntnisbedingungen sind sprachlich beeinflusst. - Heute.

Geschichte der analytischen Philosophie

Ende des 19. Jh. war die Mathematik in einer Krise, aufgrund von Widersprüchen. Die Probleme wurden in der Philosophie gelöst, indem sie sprachliche Mittel in der Mathematik analysiert wurde. Durch logisch-sprachliche Analyse wurden weitere Wissenschaften bis zur Philosophie untersucht. "Principia Matematica" RUSSELL (1913).

Philosophie der idealen Sprache versuchte eine ideale Sprache zu entwickeln.(Kunstsprache) WITTGENSTEIN (früh), CARNAP, logischer Empirismus --> <-- Ordanary language philosophy (Alltagssprache) AUSTIN, WITTGENSTEIN (spät), WEIL

Logischer Empirismus: Wissenschaftstheorie seid 1920-30er Jahre. Frage: Wie komme ich an sicheres Wissen? a) Logik und b) Empirie. Am Modell der Naturwissenschaft orientiert, vor allem Physik. Alle Thesen müssen sich letzlich zurückführen lassen auf Beobachtungen.

"Sinnkriterium": Es gibt keine Verifikationsmöglichkeit an der Empirie. Keine Möglichkeit, dass es richtig oder falsch wird.

Heidegger sagt: "Das Nichts nichtet". Carnap versteht das nicht! Zwar ist das ein grammatisch richtiger Satz, aber Heidegger gibt nichts verständliches von sich. Der Satz ist nicht überprüfbar. Heidegger ist kein Philosoph für Carnap. "Metaphysiker sind Musiker ohne musikalisches Talent." - CARNAP: Überwindung der Metaphisik durch logische Sprache. In: Band II. (Auch gesammelte Schriften)

ordinary language philosohpy: Beginn 1930-1945. Gilbert RYLE: The concept of mind. WITTGENSTEIN. John L. AUSTIN. Unsere philosophische Sprache gründet in der Alltagssprache. Die Probleme entstehen vor allem, wenn man die Alltagssprache verlässt.

Zwei Arten der Kritik: 1) Sie ist nicht tief genug (klassische Philo), 2) affirmative Philosophie (Neomarxismus).

Biographie Austin (1911-1960)

1911 in England geboren, dann mit den Eltern nach Schottland gezogen.

Oxfort studierte er klassische Philologie. Später Philosophie.

1941 geheiratet, dann eingezogen, britiscche Aufklärung, höchste militärische Auszeihnungen für Geheimdienstarbeit.

1952 Prof für Moralphilo in Oxfort.

"Saturday morning" mit Studis und TutorInnen; Arbeitskreis zu Wittgenstein und Chomscy.

Gastvorlesungen in die USA, auch nach Harward.

1960 an Krebs gestorbens.


02.11.2006 - 3. Sitzung

Methode von Austin

Wittgenstein ist Therapeut. Er heilt Sprachverwirrungen. Austin nennt sein Projekt "linguistische Phänomenologie".

Erste Vorlesung

ARISTOTELES: Über den Satz (De interpretatione). Es geht um den "logos opophantikos", die zuschreibende Rede. Das basiert auf Platons Überlegungen im "Sophistes".

Aussagen sind nicht einfach wahr, sie werden als konstative Sätze benutzt, oder nicht. Es kommt auf das Umfeld, den Kontext an, in der der Satz gesprochen wird.

Im logischen Empirismus sind Aussagen wahr, wenn sie auf die wirkliche Welt bezogen werden können, wenn sie verifizierbar sind. Aber auch grammatisch richtige Sätze können "Unsinn" sein.

Wer davon ausgeht, dass es nur beschreibende Sätze gibt begeht den "deskriptiven Fehlschluß". Besser ist der Begriff "konstative Äußerung" [constative]. (27)

Mit einigen Sätzen unter bestimmten Umständen(!) ist werden Handlungen vollzogen. (Beispiele: Heirat, Schiffstaufe...) Diese Sätze mit denen etwas getan wird, werden "performative Sätze" genannt. Bei ihnen wird nicht von wahr und falsch gesprochen.

Viele perfomative Sätze sind vertraglicher oder deklaratorischer Art.
3.11.06 12:02
 


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