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Demokratietheorien II - 1. + 2. Sitzung

26.10.2006 - 1. Sitzung

Erste Quelle für Politik im Alten Testament: 5. Buch Mose oder Sinai (?)

Arendt: Über die Revolution. letztes Kapitel (Teil 2). S. 315-290. Bezug auf Luxemburg.


02.11.2006 - 2. Sitzung

Alexis de Tocqueville: Gleichheit und Freiheit in der Demokratie

Referat Snjenzana Haaß

Freiheit ist die Freiheit als politischer Bürger handeln zu können.

Inhalt der Freiheit: Selbstregierung der BürgerInnen, Zusammenwirken mit Seinesgleichen, die Liebe zur Freiheit

Auswirkungen der Freiheit: Dezentralisierung der Verwaltung, Verwirklichung der Gemeinschat, Stabile Ges.ordnung

Gefährdung der Freiheit durch Orientierung der BürgerInnen an anderen Gütern (wie materiellen). Es muss Angewöhnung an Freiheit passieren durch die Verfassung. Bürger belehren.

4. Die amerikanische Demokratie

Die Gemeinde: unabhängig vo der Staatsregierung, Gesetzgebung und Regierung werden direkt vom Volk ausgeübt, Verfügung über Institutionen. Freiheit wird vorgelebt.

Verbindung von demokratischer Gleichheit, republikanischer Freiheit und Demokratie.

5. Gefährdung der Demokratie

Konkurrenz um die Vorherrschaft zw. Gleichheit und Freiheit: Wirtschaftliche Interessen können Freiheit gefährden, weil es ablenkt.

Entpolitisierung der Ges.: Folge ist Zentralisierung der Verwaltung

Gleichheit, Wirtschaft // Freiheit, Politik
Wohlstadsleben, Idividualismus, Entpolitisierung, Zentralisation d. Veraltung // -Vernachlässigung der Freiheit - Übertragung pol. Befugnisse an die Regierung
Entpolitisierung // Fehlende pol. Praxis macht die Wahl der "Besten" unmöglich
// Uniformitätsstreben der Mehrheit hat zur Folge: -Unterdrückung der Minderheit, -Diktatur und Anarchie - Die Zerstörung der Ges.ord.

Diskussion

Handlungstheoretischer Begriff von Freiheit macht eine Verbindung zu Hanna Arendt. (Die Schrift zur Revolution in Amerika.)

Verfassung und Institutionen haben auch eine symbolische Funktion, die BürgerInnen integrieren, sind also nicht nur technisch.

Das Streben nach wirtschaftlichhem Wohlstand hält von der Politik ab. Bürger sind interessiert am Prinzip des eigennutzes -> homo oekonomicus. Maxime der Nutzenmaximierung ist wichtiger Punkt der Politikwissenschaft im 19. Jh. Wie können wir unter den Bedingungen einer wirtschaftsliberalen Ges. über politische Freiheit reden?

Pole: Individualisierte Massenges. >< staatliche Gleichmacherei

Freiheit durch Gleichheit in Amerika: 1) Alle haben die gleichen Startbedingungen, 2) Religion gibt die Sitten vor und politische Motivation.
3.11.06 12:05


Performativität- 1. + 2. + 3. Sitzung

Theorien der Performanz

19.10.2006 - 1. Sitzung

Zum Performativen: "Performanz" und "perfomativ" werden oft synonym verwenden, sind es aber nicht. Die (Wieder)Entdeckung der Sprache als Handlung. Kommt schon im Dialog Kratylos von Aristoteles(?) vor. Vorherige Position will eine Trennung zwischen Sprechen und Welt.

Bei Chomsky ist die Performanz die individuelle Sprachverwendung, wohingegegen die Kompetenz die Sprachfähigkeit ist.

Searl: speech-acts. Weiterntwicklung von Austin

Theorien des Performativen machen sich an zwei Lesarten von Austin auf:

1. Austin rekonstruiert die Theorie der Sprechakte. (So auch A. Übersetzerin)

2. Austin macht selbr etwas Perfomatives. Frage dabei: Was macht er da?


26.10.2006 - 2. Sitzung

Performativität kommt in der Sprachphilosophie vor, aber auch in der Moraphilosophie mit performativen Selbstwidersprüchen.

Austin gilt als Begründer des linguistic turn (sprachanalytische Philosophie). Es wird sich weniger mit "Inhalt" als mit dem Medium beschäftigt. Von der Ontologie wird sich nun mit Sprache beschäftigt. Angelehnt ist diese "Wende" an die kopernikanische Wende von Kant (Kritik der reinen Vernunpf 1781). Den Begriff linguistic turn hat Richard Rorty bekannt gemacht.

Es geht um den Zusammenhang von Erkenntnis und Sprechen. Sprache ist für die Erkenntnis und Wissen nichts Äußerliches. Sprachanalytische Philosphie ist eine bestimmte Methode für den Umgang mit Problemen.

Paradigmen der Philosophie:

1. Ontologie. Die Frage nach dem Sein. - Antike bis Mittelalter.

2. Mentalismus (Erkenntnisphilosophie). Erkenntnisbedingungen des Sein. Wie können wir das Sein erkennen, wie ist es uns gegeben und können wir es er überhaupt erkennen? Descartes: "cogito ergo sum" (ich denke also bin ich) Kant: Unser Erkennen bestimmt das was wir als Sein wahrnehmen. Durch unseren Erkenntnisapparat können wir das Ding-an-sich nicht erkennen. - Neuzeit.

3. Sprachphilosophie. Die Erkenntnisbedingungen sind sprachlich beeinflusst. - Heute.

Geschichte der analytischen Philosophie

Ende des 19. Jh. war die Mathematik in einer Krise, aufgrund von Widersprüchen. Die Probleme wurden in der Philosophie gelöst, indem sie sprachliche Mittel in der Mathematik analysiert wurde. Durch logisch-sprachliche Analyse wurden weitere Wissenschaften bis zur Philosophie untersucht. "Principia Matematica" RUSSELL (1913).

Philosophie der idealen Sprache versuchte eine ideale Sprache zu entwickeln.(Kunstsprache) WITTGENSTEIN (früh), CARNAP, logischer Empirismus --> <-- Ordanary language philosophy (Alltagssprache) AUSTIN, WITTGENSTEIN (spät), WEIL

Logischer Empirismus: Wissenschaftstheorie seid 1920-30er Jahre. Frage: Wie komme ich an sicheres Wissen? a) Logik und b) Empirie. Am Modell der Naturwissenschaft orientiert, vor allem Physik. Alle Thesen müssen sich letzlich zurückführen lassen auf Beobachtungen.

"Sinnkriterium": Es gibt keine Verifikationsmöglichkeit an der Empirie. Keine Möglichkeit, dass es richtig oder falsch wird.

Heidegger sagt: "Das Nichts nichtet". Carnap versteht das nicht! Zwar ist das ein grammatisch richtiger Satz, aber Heidegger gibt nichts verständliches von sich. Der Satz ist nicht überprüfbar. Heidegger ist kein Philosoph für Carnap. "Metaphysiker sind Musiker ohne musikalisches Talent." - CARNAP: Überwindung der Metaphisik durch logische Sprache. In: Band II. (Auch gesammelte Schriften)

ordinary language philosohpy: Beginn 1930-1945. Gilbert RYLE: The concept of mind. WITTGENSTEIN. John L. AUSTIN. Unsere philosophische Sprache gründet in der Alltagssprache. Die Probleme entstehen vor allem, wenn man die Alltagssprache verlässt.

Zwei Arten der Kritik: 1) Sie ist nicht tief genug (klassische Philo), 2) affirmative Philosophie (Neomarxismus).

Biographie Austin (1911-1960)

1911 in England geboren, dann mit den Eltern nach Schottland gezogen.

Oxfort studierte er klassische Philologie. Später Philosophie.

1941 geheiratet, dann eingezogen, britiscche Aufklärung, höchste militärische Auszeihnungen für Geheimdienstarbeit.

1952 Prof für Moralphilo in Oxfort.

"Saturday morning" mit Studis und TutorInnen; Arbeitskreis zu Wittgenstein und Chomscy.

Gastvorlesungen in die USA, auch nach Harward.

1960 an Krebs gestorbens.


02.11.2006 - 3. Sitzung

Methode von Austin

Wittgenstein ist Therapeut. Er heilt Sprachverwirrungen. Austin nennt sein Projekt "linguistische Phänomenologie".

Erste Vorlesung

ARISTOTELES: Über den Satz (De interpretatione). Es geht um den "logos opophantikos", die zuschreibende Rede. Das basiert auf Platons Überlegungen im "Sophistes".

Aussagen sind nicht einfach wahr, sie werden als konstative Sätze benutzt, oder nicht. Es kommt auf das Umfeld, den Kontext an, in der der Satz gesprochen wird.

Im logischen Empirismus sind Aussagen wahr, wenn sie auf die wirkliche Welt bezogen werden können, wenn sie verifizierbar sind. Aber auch grammatisch richtige Sätze können "Unsinn" sein.

Wer davon ausgeht, dass es nur beschreibende Sätze gibt begeht den "deskriptiven Fehlschluß". Besser ist der Begriff "konstative Äußerung" [constative]. (27)

Mit einigen Sätzen unter bestimmten Umständen(!) ist werden Handlungen vollzogen. (Beispiele: Heirat, Schiffstaufe...) Diese Sätze mit denen etwas getan wird, werden "performative Sätze" genannt. Bei ihnen wird nicht von wahr und falsch gesprochen.

Viele perfomative Sätze sind vertraglicher oder deklaratorischer Art.
3.11.06 12:02


Münte goes Marx

Glosse
M?nte goes Marx


Vor der NRW-Wahl im Mai ?u?erte sich SPD-Chef Franz M?ntefering vor GenossInnen der Programmkommission seiner Partei emp?rt ?ber Finanzm?rkte und die Macht des Kapitals. Seinem Unmut ?ber die modernen Verh?ltnisse, der mittlerweile sogar im FAZ- Feuilleton zu finden ist, machte M?nte Luft, in dem er spekulative US-amerikanische Investmentfonds mit einer Heuschreckenplage verglich, die ?ber - vor allem deutsche - Unternehmen herfallen. Mehr W?hlerInnen hat dieses Man?ver effektiv nicht gebracht.


Kaum war dieses bilderreiche Gejammer heraus, schon stiegen Andere in die Pseudodebatte ?ber ?Kapitalismus? ein. Ex-Minister Clement (SPD) forderte einen ?modernen Patriotismus? statt Flucht deutscher Unternehmen ins Ausland. Die damalige Vizechefin der SozialdemokratInnen Ute Vogt meinte, KonsumentInnen sollten bei ihren Kaufentscheidungen ber?cksichtigen, ob die Unternehmen in Deutschland f?r Arbeitspl?tze sorgten oder nicht. Arbeitgeberpr?sident Dieter Hund fand die ganze Angelegenheit ?zum Kotzen?. M?ntefering sah die SPD als ?Schutzmacht der Anst?ndigen, der anst?ndigen Unternehmer und der anst?ndigen Arbeitnehmer?.
Anst?ndig oder nicht, die Argumentation ist falsch: Erst wird das raffgierige amerikanische Finanzkapital angeklagt und dann das deutsche, Arbeitsplatz schaffende Unternehmertum in die nationalistische Pflicht genommen. Dabei handeln Unternehmen nicht nach SPD-Moral, sondern maximieren ungehindert ihre Profite. Das k?nnen sie international tun, denn neoliberale Globalisierung ist nicht erst seit gestern Programm europ?ischer Regierungen.
Kritik an M?ntefering gab es noch aus anderer Richtung: Mit antij?discher Hetze der Nazis verglich der M?nchener Historiker Wolffsohn das Heuschreckenbild. Zwar liegt Wolffsohn richtig, dass der Vergleich von Finanzunternehmen mit gefr??igen Tieren einer Reihe problematischer - und vor allem falscher - Kritiken T?r und Tor ?ffnet. Doch hat M?ntefering noch nichts explizit Antisemitisches gesagt: Nur der erkennbare Bezug auf ein imaginiertes j?disches Wesen ist antisemitisch, auch wenn jede Steilvorlage problematisch genug ist.
Die Redaktion des IGM-Magazins ?metall? titelte ?US-Firmen in Deutschland ? Die Aussauger? und einer riesigen in stars and stripes gekleideten M?cke. Amerikanische ?raffende? Finanzinvestoren werden hierbei deutschen ?schaffenden? Unternehmen gegen?bergestellt. In dieser Gewerkschaftszeitung ist der Antiamerikanismus ausformuliert, der Antisemitismus angelegt.
Wer Kapitalismus kritisieren will, sollte das auf eine Weise tun, die keine Identifizierungsm?glichkeiten f?r Antiamerikanismus und Antisemitismus bietet. Die politische ?konomie muss als Ganzes begriffen werden, auch wenn mensch beim Bier dr?ber quatschen kann wie gemein doch Alle sind. Im Kapitalismus werden Ausbeutung, Herrschaft und Krisen nicht durch einzelne Willensakte, sondern durch sozio-?konomische Strukturen immer wieder hervorgebracht.
Es w?re sch?n, wenn eine Kritik an Massenentlassungen, hohen ManagerInnengeh?ltern und spekulativer Investitionspolitik in Forderungen nach Wertsch?pfungsabgaben und internationalen Gewerkschaften m?nden w?rden. Falsch aber ist ein Standortnationalismus, der deutschen Besch?ftigten gegen polnische ausspielt, denn beide sind schlie?lich in gleicher Weise davon abh?ngig, ausgebeutet zu werden.
Literaturtipp: Karl Marx, Das Kapital

[Ver?ffentlicht in tendenz Herbst 2005]
14.12.05 14:08


Fler im MuBu

Bis vor Kurzem sollte Fler im Musikbunker (auch genannt "F?hrerbunker") spielen. Nach einem kritischen Bericht der Aachener Nachrichten wurde der Gig abgesagt. Jetzt hat Aggro Berlin alle seine Fans aufgehetzt das Gestebuch vom MuBu vollzuspamen. Das m??t ihr euch ansehen:
Gestebuch Musikbunker Aachen
3.9.05 22:22


Gedanken: Sozusagen sozusagen

Sozusagen
Es ist sozusagen gar nicht einfach sich sozusagen dem sozusagensagen zu entziehen.

In letzter Zeit ist mir das "sozusagen" ?u?erst stark aufgefallen. Alle scheinen es zu sagen. Sozusagen erf?llt sozusagen die Funktion etwas intellektueller klingen zu lassen, weil mensch sozusagen l?nger ?ber etwas nachgedacht hat, was er/sie ausdr?cken will. Es tritt vor allem auf, wenn Menschen etwas sozusagen eindringlich, dezidiert und schlau sagen wollen, unabh?gig davon ob sie es wirklich tun. Wer nach dem Weg frag, benutzt sozusagen seltener, so scheint es mir zumindest. M?chte mensch aber sagen, wie die Dinge sich sozusagen grunds?tzlich verhalten, wie gro?e Zusammenh?nge sozusagen wirklich sind, dann wird sozusagen stetig verwendet.
Ist sozusagen das ?h der Intellektuellen? Das ist sozusagen m?glich, aber nicht zwingend. Mensch gibt sich den intellektuellen Anstrich, wenn er/sie die schwierigen Sachverhalte, die eignentlich kaum zu erkl?ren sind mal so-zu-sagen, so wie mensch es eigentlich sagen kann, wie es zu sagen ist, zu sagen. Eigentlich ?berfl?ssig?! Die BenutzerInnen des sozusagen sehen das sozusagen nicht unbedingt ein. Sie wollen ?ber Verschiedenes reden, aber auf sozusagen besondere Weise. Das sozusagen ist ein [sic] oder [!] der gesprochenen Sprache.
Wer keinE native speaker des Englischen ist, benutzt derweilen "sozusage" im englischen Redefluss unbedacht mit: "I think sozusagen that we should..." Wer etwas besser Englisch spricht, wei? dass es in diesem Sprachgebrauch auch eigene Floskeln gibt, wie "kind of" oder "linke", die zu jeder erdenklichen Gelegenheit eingebaut werden k?nnen und mehr oder weniger gut passen. Die direkte ?bersetzung in "sotosay" ist abzulehnen!
Individuen k?nnen gerne ihre sprachlichen Eigenheiten haben, aber sozusagen ist nichts Orginelles, sondern eine absto?end pseudoindellektuelle Floskel, die aufmerksame H?rerInnen schlimmsten Falls in den Wahnsinn treiben kann. Wer nicht resistent genug ist, gew?hnt sich den Sprachgebrauch der anderen sozusagen unterbewu?t an. Der/die kann selber gar nichts daf?r pl?tzlich sich beim sozusagensagen zu erwischen, einzustimmen ins gleichgeschaltete sozusagen-Konzert und seine Worte pl?tzlich so wichtig zu finden, dass sich nicht ohne eine W?rzung durch sozusagen nicht auskommen.

Hier schlie?e ich mit sozusagen sch?nen Gr??en!
Ein sozusagen-Gesch?digter
15.8.05 14:00


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